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Dieter Appelt, dessen Arbeiten von einem fotografischen und filmischen Denken ausgehen, hat nach seinem Musikstudium in Leipzig immer wieder gezeichnet. Seine häufig metrisch strukturierten Zeichnungen entstanden in den letzten Jahren als eigenständige Notationen, deren offene Anordnung von Linien und Punkten dennoch eine Bestimmtheit der musikalischen Interpretation verlangen.
Das 2006 gegründete Sonar Quartett wird die Zeichnung No. 37 von 2016 zur Eröffnung aufführen und zu der von Dieter Appelt für die Ausstellung geschaffenen Wandzeichnung eine Improvisation entwickeln.

Appelt, der mit seinem Konzept von Notation die Inititalzündung für die gleichnamige Akademie-Ausstellung gegeben hat, knüpft damit in überraschender Weise an seine Auseinandersetzung mit Aufzeichnung, Sequenz und Wiederholung ebenso an wie an seine Begeisterung für die französische Schriftstellerin und Filmemacherin Marguerite Duras.

Die Ausstellung umfasst auch Fotografien und Filme, die er in diesem Sinne als Vortex, als Wirbel von aufgezeichneten Bewegungen und als Schnittpunkt zwischen Raum und Zeit versteht. Erstmals gibt er einen Einblick in seine Notizbücher.

Eine Kooperation der Akademie der Künste, Berlin, und des Kurt Tucholsky Literaturmuseums, Schloss Rheinsberg.